Colora SETA AG, Huttwil – 15.05.2019

An einem durchzogenen Mittwochnachmittag zog es, auf Flamingos Einladung hin, 12 Textilianer und Besen ins weit entfernte Huttwil. Der Weg ist das Ziel – dieser berühmte Spruch traf es dieses Mal schon ganz gut. Versteckt im tiefsten Hinterland, im Schnittpunkt zwischen Emmental und Oberaargau, führte die Reise durch verschlungene, sattgrüne Landschaften, vorbei an pittoresken Bauernhäusern und malerischen Dörfern.

In Huttwil angekommen, versteckt sich die Colora SETA AG hinter dem unprätentiösen OTTO’s und gleich hinter der Empfangstüre erwartete uns Textilianer ein wahres Farbenmeer. Wo man auch hinsieht, wallende Seidentücher und anschmiegsame Baumwolle in leuchtenden Farben! Zum Glück ist bei uns niemand farbenblind!

Nach der freundlichen Begrüssung des Firmengründers Niklaus Schär tauchten wir ein in die Geschichte einer kleinen aber innovativen Bekleidungsfirma. Colora SETA hat sich auf das Stückfärben von Bekleidungsstücken spezialisiert. Die Kollektionen werden weiss in Italien konfektioniert und dann vor Ort in Huttwil in der hauseigenen Färberei gemäss der aktuellsten Farbkarte eingefärbt. Dies garantiert eine homogene Warenpräsentation und alle Teile der Damengarderobe lassen sich ohne Probleme kombinieren. Vertrieben wird die Kollektion national dann in den Firmeneigenen Shops.

Die armen Herren Textilianer sahen sich schon den Geldbeutel öffnend, waren doch die Besen überaus angetan und haben wohl schon ihre Einkaufsliste geschrieben. Die Geschichte und der Aufwand sowie die Kreativität, von welchen Herr Schär uns leidenschaftlich erzählte, rechtfertigten überzeugend auch vom Preis der Produkte.

Die kleine Laborfärbung im Erdgeschoss war für die Krämer und Flächenhersteller unter uns vor allem dadurch interessant, da diese auf kleinem Raum mit kleinen Maschinen alles abdeckte und man so endlich einen übersichtlichen Eindruck erhalten konnte. Die grossen Industriemaschinen sehen doch für die meisten gleich aus, ein grosser Kasten und hinten kommt etwas raus. Dass sogar im Hause plissiert wird, lies auch dem letzten die Kinnlade runterfallen.

Nach einem Apero im Nähatelier und interessanten Gesprächen, endete der Abend im Restaurant Bahnhof bei gutbürgerlicher Küche und einem süssen Dessert, gefolgt von der romantischen Heimfahrt im Abendrot. Herzlichen Dank an Flamingo für einen erneut grossartigen Anlass!

Mit weiss-lila-weiss, Tortilla

Orca

Fliegenfischer aus Leidenschaft

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